Wolfgang Hofer arbeitet seit 1985 als freier Künstler und ist neben monumentalen Wandbildern, seiner Aquarelle, des surrealistischen Oevres und den ökologischen Workshops vor allem durch seine Erfindung der Lehmmalerei bekannt geworden. Die Lehmmalerei Diese einzigartige ursprüngliche Technik wurden 1991 von Hofer erstmals öffentlich präsentiert.. In der Einsamkeit der ost-österreichischen Agrarsteppe schuf Hofer radikal naturverbundene Bildzyklen und entwickelte Bildtafeln aus Lehm, Holz, Schilf, Stroh und anderen Materialien. Somit konnte er als erster europäischer Maler die Sujets moderner Malformen in purem Lehm umzusetzen. Seine Ideenvielfalt brachte nicht nur archaisch-ästhetische Naturimpressionen in das Blickfeld der Malerei, sondern eröffnete den tieferen Sinn der Lehmpigmente durch den Gebrauch als Malmittel selbst. Mit Ton, Schluff, Sand, Steinen und Wasser ließ er sich zu einer therapeutischen Kunstsprache inspirieren und fand Möglichkeiten, die dem "schmutzigen instabilen Naturstoff" vorher nicht zugetraut wurde. Er lotete neue Aussagen des Reliefs, der Skulptur und des Mosaiks aus. Ein wesentlicher Bestandteil ist die Suche von Erdpigmenten. Ton und Lehm werden seit je her als mineralische Malpigmente gebraucht. Doch was Hofer als "Lehmmalerei" hervorbrachte ist unerforscht gewesen, da der Mensch seit Urzeiten Farben mit Bindemitteln, z.B Öle, Wachs, Milch usw. herstellt. Erstaunlicherweise funktioniert Hofers Technik. Sie hat großen inneren Wert und geht weit über eine reine „Bio-Kunst“ mit Naturstoffen hinaus. Dadurch erklärt sich sein Schreiben von Ikonen mit purer Erde. Hofer holt die Erdpigmente selbst aus der Natur und belässt sie in ihrem Rohzustand. Anfangs dienten das Byzantinische Wergkalkfresko und die Beschreibungen traditioneller japanischer Lehmputze als spirituelle und technische Anregungen. Die einzigartige Robustheit seiner Lehmbilder ist das Produkt langjaehriger Erfahrungswerte und konnte Hofer bei zahlreichen Ausstellungen auf die Probe gestellt werden. Im Laufe der Jahre kamen viele Erweiterung hinzu, wie z.B.der Einsatz von Blattgold in Lehmikonen. Copyright 1990-2009, Wolfgang Hofer